Nasses Laub und Herbstnebel: Feinde der Autofahrer
Laub-Ausrutscher kommen teuer
Kasko hält Geldverluste in Grenzen - Radfahrerstürze nehmen zu, Jogger ziemlich trittsicher
Tübingen, 19. November 2007 - Nasses Herbstlaub und Nebel sind bei Autofahrern fast wie Eis und Schnee gefürchtet. Denn wer beim Bremsen oder in enger Kurve aus der Bahn gerät oder auffährt, muss seinen Schaden selber tragen oder die Vollkasko zahlen lassen. Die Kfz-Versicherung reagiert mit Rabattrückstufung, die einen Tausender und mehr ausmachen kann. "Das ruiniert aber nicht", meint Volker Siebert, Sprecher des Bezirks Tübingen im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK).
Immer mehr heftige Radfahrerstürze
Unvorsichtigen Radfahrern und Fußgängern geht es ähnlich wie den Autofahrern: Die eigene Kranken- und die Unfallversicherung sind nach dem Sturz zuständig. Nur in sehr seltenen Fällen kann wohl ein "schlafmütziger" Grundstückseigner verantwortlich sein, weil er nasses Laub "hätte weggeräumt haben müssen". Wenn ein Gericht später eine solche Feststellung trifft, wird die Haftpflichtversicherung des Schuldigen mit den Forderungen der Versicherungen des Fußgängers oder Radfahrers konfrontiert.
Die Radfahrer-Herbstunfälle - meist an Wochenenden und Alleinunfälle - mit ihren typischen Schlüsselbeinbrüchen, Schulter- und Kopfverletzungen treten nach Feststellung der Versicherungskaufleute immer häufiger auf, da die Zahl der Mountainbiker steigt, die sich bei ihrem Sport um Wetter und Straßenzustände nicht scheren.
Jogger-Unfälle sind dagegen im Herbst ziemlich selten. Das Sommer-Training und gutes Schuhwerk macht sie auch auf rutschigem Laub ziemlich trittsicher, nimmt Volker Siebert an.

