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NACHRICHTEN

Bei Urlaubsheimkehr mit Schäden

Ohne Vorsicht kaum Schadenersatz

Hausratversicherung oft überraschende Geldquelle

Tübingen, 30. August 2007 - Wer nach Urlaubsheimkehr zu einem Schaden ein Polizeiprotokoll vorweist, egal in welcher Sprache, der kann sich meist auch Hoffnung auf eine Entschädigung machen. Denn oft ist mehr versichert als man ahnt. Die Hausratversicherung ist häufig Geldquelle, da sie auch "draußen" und in Fällen von Raub gilt, wie Volker Siebert erläutert, Sprecher des Bezirks Tübingen im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK).

Gewalt muss nicht gewaltig sein

Der Unterschied zwischen Entwendung und Raub ist wichtig. Denn wenn nur die Unaufmerksamkeit ausgenutzt und etwas entrissen wurde, ist die Hausratversicherung nicht zuständig. Zum versicherten Raub gehört die Anwendung von Gewalt oder die Drohung damit. (Geld her, oder...). Das Polizeiprotokoll ist perfekt, wenn Zeugen benannt sind, die einen gewalttätigen Ablauf bestätigen können, oder wenn - im schlimmeren Fall - ein ärztliches Attest vorgewiesen wird. Gewalt wird vom Räuber bereits angewendet, wenn er z.B. einen Rucksack wegreißt und der Eigentümer dadurch aus dem Liegestuhl kippt und weich im Sand landet, wie jüngst ein Gericht bestätigt hat.

Immer Beweise sammeln

Wichtig ist auch der Unterschied zwischen Diebstahl und Einbruchdiebstahl, betont Siebert. Wer seine Sachen nicht am Badestrand lässt, sondern in einen Spind einschließt, kann den Einbruchschaden der Hausratversicherung melden. Entschädigungsgrenzen - je nach Versicherungsbedingungen unterschiedlich - gibt es allerdings bei größeren Werten und Bargeld.

Komfortabler mit Reisegepäckversicherung

Einer Reisegepäckversicherung - die es auch ganzjährige gibt und die sogar am Heimatort im Auto gelten - kann man auch den einfachen Diebstähle (ohne Einbruch) melden. Allerdings ist hier kein Geld versichert.
Um die unterschiedlich möglichen Entschädigungen - je nach Vertragslage - sollen sich die betreuenden Versicherungskaufleute kümmern, meint Volker Siebert. Wichtig ist erst einmal, dass überhaupt alle Schäden gemeldet werden. "Blamieren kann man sich nicht", ermuntert Siebert zur Offenheit, "nur Erfahrungen sammeln".

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